Warum Flugzeugsitze schrumpften: Die Deregulierung von 1978, die das Fliegen für immer veränderte

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Deine Knie berühren den Sitz vor dir. Sie müssen Ihre Schultern hochziehen, um Ihr Getränk zu finden. Die Person neben Ihnen hat die Armlehne bereits mit ihrem gesamten Unterarm beansprucht. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Fliegen früher geräumiger war, dann sind Sie nicht verrückt. Flugzeugsitze sind wirklich geschrumpft.

Aufgrund einer bestimmten historischen Entscheidung und einer sich ändernden Passagierzahl quetschen wir uns in immer kleinere Metallröhren auf 35.000 Fuß. Hier geht es nicht mehr nur um Komfort. Es ist eine komplexe Mischung aus Ökonomie, Regulierung und Biologie.

Der Wendepunkt von 1978

Um den engen Zusammenhang zu verstehen, muss man auf das Jahr 1978 zurückblicken. Vor diesem Jahr sah die Luftfahrtbranche völlig anders aus. Fliegen war teuer. Die Regierung behandelte den Flugverkehr wie ein Versorgungsunternehmen, kontrollierte die Strecken und setzte strenge Preise fest. Fluggesellschaften konnten nicht einfach fliegen, wohin sie wollten, oder berechnen, was sie wollten.

Die Passagiere zahlten mehr, bekamen aber mehr. Mahlzeiten. Gepäck. Beinfreiheit, die keine Schlangenmensch-Fähigkeiten erforderte.

Dann kam der Airline Deregulation Act von 1978. Der Kongress wollte den Wettbewerb ankurbeln. Sie gingen davon aus, dass bei einem Rückzug neue Fluggesellschaften auf den Markt kämen und die Ticketpreise sinken würden. Es hat zunächst funktioniert. Endlich könnten sich mehr Menschen das Fliegen leisten. Der Himmel füllte sich.

Doch im Laufe der Zeit konsolidierte sich die Branche. Mittlerweile dominieren eine Handvoll riesiger Fluggesellschaften den US-Markt. Sie erkannten etwas Einfaches in der Mathematik: Mehr Sitzplätze pro Flugzeug bedeuten mehr Umsatz pro Flug.

Also haben sie sie hineingequetscht.

Die Zahlen hinter dem Squish

Die Schrumpfung erfolgte nicht augenblicklich. Es war eine allmähliche Erosion über Jahrzehnte hinweg.

William McGee, Senior Fellow beim American Economic Liberties Project, hat dies genau verfolgt. Er stellte fest, dass große Fluggesellschaften – American, Delta, United, Southwest – seit 1980 zwischen zwei und fünf Zoll an Beinfreiheit verloren haben. Die Sitzbreite schrumpfte um etwa zwei Zoll.

Hier ist der Kontrast:

  • Ende der 1990er Jahre: Die durchschnittliche Beinfreiheit lag bei etwa 35 Zoll.
  • Heute: Der Durchschnitt liegt eher bei 31 Zoll.
  • Budget-Carrier: Einige haben eine Tiefe von bis zu 28 Zoll.

35 Zoll sind heute Premium-Economy-Raum. 28 Zoll sind für jeden, der größer als 1,70 Meter ist, praktisch eine Folter.

Du wirst größer. Sie werden kleiner.

Die Sitzgröße schrumpfte, die Passagiere jedoch nicht. Tatsächlich geschah das Gegenteil.

Laut CDC-Daten wiegt der durchschnittliche US-Erwachsene heute etwa 15 Pfund mehr als vor dreißig Jahren. Wir sind auch etwas größer geworden, obwohl die Größenzuwächse in letzter Zeit ein Plateau erreicht haben.

Paul Hudson, Präsident von Flyers Rights, wies darauf hin, dass dies eine Anomalie sei. Kinositze. Autositze. Bürostühle. Diese sind im Laufe der Zeit im Allgemeinen großzügiger geworden. Flugzeugsitze gingen in die andere Richtung.

Dadurch entsteht ein gefährliches Missverhältnis.

Die Sicherheitsdebatte

Die FAA legt derzeit keine Mindestsitzabmessungen fest. Sie argumentieren, dass kleinere Sitze die Sicherheit nicht gefährden. Sie behaupten, dass die Evakuierungsstandards auch bei engen Abständen eingehalten werden.

Kritiker sind anderer Meinung.

Die FAA verlangt, dass ein Flugzeug innerhalb von 90 Sekunden evakuiert werden muss. Das ist die Regel. Experten wie Hudson argumentieren jedoch, dass die Tests nicht die Realität widerspiegeln.

Sie testeten auf Parkplätzen. Nicht immer waren Kinder, ältere Passagiere oder Personen mit körperlichen Einschränkungen dabei. Echte Notfälle sind mit Stress, Panik und Trümmern verbunden. Kleinere Gänge bedeuten langsamere Ausgänge. Enge Verhältnisse erhöhen auch auf langen Flügen das Risiko von Blutgerinnseln. Die CDC empfiehlt, alle paar Stunden umzuziehen. Versuchen Sie dies, wenn Ihr Sicherheitsgurtzeichen eingeschaltet ist und der Beifahrer am Fenster schläft.

Was kann man eigentlich tun?

Man kann nicht gegen die Fluggesellschaften kämpfen. Die Ökonomie begünstigt die Dichte. Gegen die Biologie kann man auch nicht kämpfen. Aber Sie können das Elend lindern.

Wenn Sie sich auf Langstrecken mehr Beinfreiheit leisten können, kaufen Sie es. Es lohnt sich.

Auf kürzeren Flügen ist Bewegung der Schlüssel. Hudsons Rat ist einfach: Stehen Sie immer dann auf, wenn die Person neben Ihnen aufsteht. Du brauchst keinen Grund. Sie müssen lediglich die Blutzirkulation in Gang bringen und Ihre Wirbelsäule neu positionieren.

Und wenn Sie Glück haben? Überprüfen Sie die Gepäckfächer. Wenn sie Platz haben, verstauen Sie Ihre Tasche. Wenn nicht?

Willkommen beim unbequemsten Ottoman-Erlebnis der Welt. Ihr Handgepäckkoffer wird zu Ihrer Fußstütze. Es ist unangenehm. Es ist ein Sicherheitsrisiko. Und Sie tun es trotzdem, denn das ist es, was Fliegen jetzt ausmacht.

Größer werden die Sitze wohl nicht. Aber vielleicht werden wir endlich besser darin, uns zu bewegen.

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