Wie man Punjabi lernt: Skripte, Standards und regionale Unterschiede

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Punjabi ist eine umfangreiche indoarische Sprache mit einer komplizierten Identität. Sie kennen es vielleicht als die offizielle Sprache des indischen Bundesstaates Punjab, aber Millionen sprechen es in Pakistan, Kanada und Großbritannien. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts nannten es etwa 30 Millionen Menschen in Indien ihre Muttersprache. Jenseits der Grenze steigt die Zahl auf rund 70 Millionen, hauptsächlich in der Provinz Punjab. Doch trotz dieser riesigen Sprecherbasis ist die Sprache gespalten. Es ist in zwei völlig unterschiedlichen Schriften geschrieben und hat aufgrund von Geschichte, Religion und Politik Schwierigkeiten mit der Standardisierung.

Es ist schwieriger zu verstehen, wie Punjabi funktioniert, als nur den Wortschatz zu lernen. Sie müssen sich mit der in Indien verwendeten Gurmukhi-Schrift, der in Pakistan verwendeten Shahmukhi-Schrift (Urdu) und den Tonverschiebungen, die sie von Hindi und Urdu unterscheiden, zurechtfinden.

Warum Punjabi zwei verschiedene Schriftsysteme verwendet

Dies ist die größte Hürde für Lernende. Punjabi ist eine der wenigen Sprachen der Welt, die in zwei für beide Seiten unverständlichen Schriften geschrieben ist.

In Indien trifft man auf Gurmukhi. Es ist von links nach rechts geschrieben und eng mit der Sikh-Gemeinschaft verbunden. Sie gehört zur indischen Schriftfamilie, ist aber anders aufgebaut als die Devanagari-Schrift, die für Hindi verwendet wird. In Pakistan wird die Sprache in der Urdu-Schrift geschrieben, die oft Shahmukhi genannt wird. Dieses Skript ist von rechts nach links geschrieben.

Wenn Sie versuchen, Nachrichten oder Literatur aus Punjabi zu lesen, müssen Sie wissen, von welcher Seite der Grenze die Quelle stammt. Das gleiche Wort sieht in jedem Skript völlig anders aus.

Punjabi ist somit heute eine der ganz wenigen Sprachen der Welt, die in zwei völlig unterschiedlichen und für beide Seiten unverständlichen Schriften geschrieben werden.

Wie sich Punjabi von Hindi und Urdu unterscheidet

Man könnte meinen, Punjabi sei nur ein Hindi-Dialekt. Das ist es nicht. Während eine erhebliche gegenseitige Verständlichkeit besteht, ist die Phonologie unterschiedlich.

Das hervorstechendste Merkmal ist der Ton. Das in den indoarischen Sprachen geäußerte historische Streben hat sich im Punjabi in Töne verwandelt.
* Im Hindi-Urdu ist das Wort für „Pferd“ ghora.
* In Punjabi ist es k’òra, mit verengter Stimmritze und tiefem Ton.
* Das Wort für „Weg“ ist rah in Hindi-Urdu, aber in Punjabi, mit einem hohen Ton.

Es gibt auch einen strukturellen Unterschied. Punjabi behält die doppelten Konsonanten des Mittelindoarischen bei, die auf einen kurzen Vokal folgen. Aus Sanskrit akshi („Auge“) wurde MIA akkhi und dann Punjabi akkh. Auf Hindi und Urdu ist es einfach aankh.

Wo Punjabi offiziellen Status hat

Der Status ist wichtig, wenn Sie nach Ressourcen oder rechtlicher Anerkennung suchen.
* India: Punjabi is the official language of the state of Punjab and is recognized by the Indian constitution.
* Pakistan: Urdu holds the official status at both national and provincial levels. Obwohl Punjabi weit verbreitet ist, hat es nicht den gleichen offiziellen Stellenwert.

Dieser Statusunterschied hat die Entwicklung der Sprache geprägt. In Indien drängte die politische Führung der Sikh auf eine Standardisierung. In 1966, they achieved a truncated state with Punjabi as the official language. In Pakistan, the historical preference for Urdu has blocked similar movements.

### Warum die Standardisierung so lange gedauert hat

Standardisierung war nicht nur ein technisches Problem. Es war eine kulturelle und religiöse Angelegenheit. Three main communities, Muslims, Hindus, and Sikhs, had different preferences for which language to cultivate for writing.

Über Jahrhunderte dominierten andere Sprachen den literarischen und administrativen Raum.
1. Persisch unter dem Mogulreich.
2. Urdu während der britischen Zeit.
3. Urdu im modernen Pakistan.

Sikh-Schriftsteller waren in erster Linie für die Entwicklung von Punjabi als moderne Standardsprache in Indien verantwortlich. Sie hatten die Gurmukhi-Schrift bereits 1604 zur Aufzeichnung der Sikh-Schriften, des Adi Granth, verwendet.

In Pakistan ist die Situation chaotischer. Die Provinz ist größer und weniger homogen als ihr indisches Gegenstück. Diese interne Vielfalt hat rivalisierende Gruppen geschaffen. Aktivisten in Lahore drängen auf den Punjabi-Status, während Befürworter von Siraiki in den südwestlichen Bezirken für eine separate sprachliche Anerkennung plädieren. Diese Behauptungen werden heftig bestritten.

Das kulturelle Herz von Punjabi: Waris Shahs „Hir“

Trotz der politischen Spannungen gibt es eine gemeinsame literarische Tradition. Sowohl indische als auch pakistanische Anhänger der Sprache verweisen auf ein herausragendes Werk: Hir (auch Heer geschrieben).

Diese Romanze wurde 1766 vom muslimischen Dichter Waris Shah geschrieben und ist der endgültige Ausdruck der gemeinsamen kulturellen Identität der Punjabi. Es ist ein klassischer Text, der religiöse und nationale Grenzen überschreitet.

Praktische Tipps zum Lernen

Wenn Sie mit dem Lernen beginnen, fragen Sie sich, welche Sorte Sie benötigen.
* Für Indien oder die Sikh-Kultur: Konzentrieren Sie sich auf die Gurmukhi-Schrift.
* Für pakistanischen oder südasiatischen muslimischen Kontext: Konzentrieren Sie sich auf die Shahmukhi-Schrift (Urdu).
* Zum allgemeinen Verständnis: Ignorieren Sie die Töne nicht. Sie verändern Bedeutung und Aussprache im Vergleich zum Hindi erheblich.

Die Sprache ist reich an Poesie und Geschichte. Es handelt sich nicht nur um eine Reihe von Wörtern; Es ist ein Identitätsmerkmal, das Teilung, politische Vernachlässigung und sprachlichen Wettbewerb überstanden hat.

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