Am Donnerstag wurde eine 412-seitige Bombe abgeworfen. Das Weiße Haus hat Verordnungsentwürfe veröffentlicht. Wenn sie bestehen, haben die politischen Vertreter das letzte Wort. Auf jedes Bundesforschungsstipendium. Überall.
Die Regeln gehen am Freitag in Kraft. Sie landen im Bundesregister. Die Kontrolle verlagert sich auf das Büro für Verwaltung und Haushalt. Russell Vought leitet dort die Show. Er schrieb „Projekt 2025“ für die Heritage Foundation. Der Plan gestaltete die Struktur dieser Verwaltung von Grund auf.
Das Dokument gibt zu, dass die Dinge vorher chaotisch waren. Der Abschnitt „Hintergrund“ beschwert sich. Darin wird eine „aufgeweckte“ politische Agenda angeführt, die bewusst bestimmte Identitätsgruppen anderen vorzog. Die Schuld? Biden. Die Lösung? Prioritäten des Präsidenten. Jetzt muss ein Politiker absagen. Sogar in der Wissenschaft. Besonders zu Rassen- und Geschlechterfragen.
Peer-Review ist tot. Na ja, kaum noch am Leben.
Jahrelang beurteilten Experten die Arbeit. Am NIH. Bei NSF. Unvoreingenommene Gremien entschieden, wer Geld bekam. Nicht mehr. Der Vorschlag sieht vor, dass die Überprüfung leitender Angestellter obligatorisch ist. Experten sind jetzt nur noch Berater. Der Text ist stumpf.
Peer-Review … „bleibt beratend und ersetzt nicht den Ermessensspielraum der Agentur“
Colette Delawalla hat uns vor einem Jahr gewarnt. Sie gründete Stand Up for Science. Sie sieht den Schaden. „Wir haben vor genau dieser Form staatlicher Übergriffe in der Wissenschaft gewarnt.“ Sie sagt, es entkoppelt die USA weltweit. Es entkernt das System. Sie hat wahrscheinlich recht.
Trumps Executive Order löste letztes Jahr dieses Chaos aus. Gerichte haben es abgelehnt. Tausende Zuschüsse wurden rechtswidrig gekündigt. Die Gerichte sagten Stopp. Also änderte das Weiße Haus seine Taktik. Sie räumten den ernannten Personen nun Ermessensspielraum ein. „Die Kündigung erfolgt nach Ermessen der Agentur“, heißt es in dem Papier. Es ist die gleiche Kraft. Nur anderer Papierkram.
Haben sie die Deckenkappen repariert?
Nein. Der Kongress hat den Versuch einer Obergrenze von 15 Prozent schon früher vereitelt. Das bleibt weg. Aber die neuen Regeln begünstigen Schulen mit niedrigen indirekten Kosten. Billige Labore gewinnen. Teure verlieren. Es ist eine sanfte Drucktaktik.
Die Uhr tickt. Hart.
Fünfundvierzig Tage, um einen Kommentar abzugeben. Matt Owens vom Council on Government Relations sagt, es sei zu schnell. Er vertritt 150 Universitäten. Man schreibt eine nationale Forschungsmaschine nicht in sechs Wochen neu. Das sollten Sie auf keinen Fall tun.
Aber auf wen hören sie? Vielleicht niemand. Vielleicht nur die OMB. Wir werden sehen, was der Freitag bringt. Wahrscheinlich mehr Verwirrung.
