Kühe kennen dein Gesicht. Und sie erinnern sich daran.

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Menschen unterschätzen Kühe. Fair genug, ehrlich gesagt. Sie sind große, kauende Säugetiere, die im Dreck leben. Intelligenz ist normalerweise nicht das erste Wort, das einem einfällt, wenn man einen Hund in der Nähe einer Zaunlinie grasen sieht. Dieser Ruf verändert sich jedoch.

Nehmen Sie Veronika. Eine Kuh in Österreich, dreizehn Jahre alt. Sie kratzt sich mit einem Besen am Rücken. Werkzeuggebrauch. Das ist wichtig. Es signalisiert kognitive Tiefe, nach der Forscher suchen, wenn sie die Intelligenz im Tierreich messen. Hauskühe sind nicht nur Tiere. Sie sind sehr sozial, besonders diejenigen, die in unserer Nähe aufgewachsen sind.

Eine neue Studie bestätigt, dass sie aufmerksam sind. Speziell für den Menschen.

Die heute in der Zeitschrift PLOS One veröffentlichte Studie zeigt, dass Hausrinder (Bos taurus taurus ) uns nicht nur sehen. Sie unterscheiden uns. Sie zeigen eine klare visuelle Vorliebe für neue Gesichter. Sie können auch die Stimme eines bekannten Hundeführers der richtigen Person zuordnen.

Wie beweisen Sie, dass eine Kuh Sie erkennt?

Du fragst nicht einfach. Die Forscher führten Tests an 32 Prim’Holstein-Kühen durch – Milchkühe aus Frankreich mit Wurzeln in Holland. Produktive Tiere, die pro Laktationszyklus etwa 22.000 Pfund Milch abpumpen. Klar, kluge Arbeitsmoral, aber bei dem Test ging es nicht um die Milchproduktion.

Der Aufbau umfasste Videobildschirme. Bekannte männliche Gesichter im Vergleich zu unbekannten. Ton aus. Die Forscher haben die Startzeit gemessen. Wenn die Kühe den Fremden länger ansahen, erkannten sie den Unterschied. Das ist grundlegende Diskriminierung. Der nächste Schritt? Cross-modale Erkennung. Die kognitive Verbindung zwischen zwei Sinnen. Ein Gesicht sehen und die Stimme hören.

Das Team kombinierte Videoclips von zwei Männern mit Audio. Beide Männer sagten genau den gleichen Satz. Die Variablen haben sich geändert: Gesicht, Stimme, Übereinstimmung oder Nichtübereinstimmung.

Die Kühe hatten keine Angst. Das war klar. Aber sie starrten länger auf die unbekannten Gesichter in den Stummfilmen. Nur ein Blick. Eine längere. Für die Forscher bedeutete dies, dass die Tiere wussten, wer neu war. Wer war bekannt.

Dann kam das Geräusch.

Als die Stimme zum Gesicht passte, starrten die Kühe noch intensiver. Sie könnten den Ton mit der visuellen Identität verbinden. Sie reagierten nicht nur auf Lärm. Sie erkannten die Person. In Gefangenschaft gehaltene Großkatzen führen ähnliche Tricks mit Hundeführern durch, aber wenn sie es mit Nutztieren machen, fühlt es sich anders an.

Herzfrequenzen? Stabil.

Weder bekannte noch unbekannte Stimmen schienen ihre Emotionen zu schüren. Keine Panik, keine offensichtliche Freude. Nur in Bearbeitung. Das Herz raste nicht, als es den bekannten Hundeführer hörte, und es fiel auch nicht, während der Clip des Fremden zu hören war. Die Reaktion war kognitiv und nicht viszeral.

Ein Video ist kein Handschlag. Einer Aufnahme fehlen Duft, Berührung und die ganze Komplexität, neben einer Person auf einem Feld zu stehen. Dennoch sind die Datenpunkte solide. Kühe können Menschen unterscheiden. Von Angesicht zu Angesicht. Stimme für Stimme.

Das Papier schlägt vor, dass zukünftige Studien tatsächliche Interaktionen und nicht nur Bildschirme verfolgen könnten. Wie sie im Stall im Vergleich zu einem Monitor reagieren. Führt die Erkennung zu einem unterschiedlichen Verhalten, wenn der Mensch die Tür betritt?

Da wundert man sich wirklich. Wenn Sie an dieser Weide vorbeigehen, wissen sie dann, wer sie füttert?

Das tun sie wahrscheinlich. Sie sagen einfach nicht viel.