KI knackt DNA-Geheimnisse, hält den Menschen ohne Lunge am Leben und schreibt die Pflanzenentwicklung neu

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Jüngste Durchbrüche in der künstlichen Intelligenz, der experimentellen Medizin und der Botanik verändern unser Verständnis vom Leben selbst. Von der Entschlüsselung der „dunklen Materie“ der DNA über die Erhaltung eines Menschen ohne Lunge bis hin zur Aufhebung etablierter Theorien über die Evolution der Pflanzen – die Wissenschaft verschiebt Grenzen in einem beispiellosen Tempo. Hier finden Sie eine Aufschlüsselung der neuesten Entwicklungen.

KI entschlüsselt die „Dunkle Materie“ der DNA

Google-Forscher haben AlphaGenome vorgestellt, ein KI-Modell, das die Funktion nichtkodierender DNA vorhersagen kann. Jahrzehntelang haben Wissenschaftler das menschliche Genom sequenziert, doch weite Teile davon blieben ein Rätsel. Diese „dunkle Materie“ der DNA kodiert nicht direkt für Proteine, sondern reguliert, wie Gene exprimiert werden – und steuert im Wesentlichen, welche Proteine ​​wann hergestellt werden.

AlphaGenome rationalisiert diesen Prozess, indem es Hypothesen zur Genregulation testet, sodass Forscher schneller und effizienter vorgehen können. Obwohl Behandlungen noch Jahre entfernt sind, liefert dieses Tool wichtige Erkenntnisse darüber, wie Krankheiten wie Krebs die Mobilfunkkommunikation kapern.

Der Mensch überlebt 48 Stunden ohne Lunge

In einer bahnbrechenden medizinischen Leistung hielten Ärzte der Northwestern University einen 33-jährigen Patienten zwei Tage lang ohne Lunge am Leben. Der Patient kam mit akutem Atemnotsyndrom (ARDS), einer lebensbedrohlichen Erkrankung, bei der sich die Lunge mit Flüssigkeit füllt und das Atmen unmöglich macht. Sein Zustand verschlechterte sich so stark, dass seine Lunge, sein Herz und seine Nieren zu versagen begannen.

Anstatt sich auf die standardmäßige ECMO-Lebenserhaltung zu verlassen, entfernten die Ärzte die Lunge des Patienten vollständig und bauten ein künstliches Lungensystem ein. Dies stabilisierte ihn, bis eine doppelte Lungentransplantation durchgeführt werden konnte. Der Fall verdeutlicht die Schwere von Atemwegsinfektionen wie der Grippe und das Potenzial einer vollständig künstlichen Organunterstützung.

Botanisches Rätsel löst evolutionäres Rätsel

Eine in New Phytologist veröffentlichte Studie hat lang gehegte Theorien über die Pflanzenentwicklung in Frage gestellt. Lippenstiftreben, die auf dem asiatischen Festland normalerweise von Nektarvögeln bestäubt werden, haben auf Taiwan eine Variante, die von generalistischen Vögeln bestäubt wird. Das Grant-Stebbins-Modell geht davon aus, dass Pflanzen sich an neue Standorte anpassen, indem sie sich weiterentwickeln, um lokale Bestäuber anzulocken. Die DNA-Analyse zeigt jedoch, dass sich die taiwanesische Rebe entwickelt hat, bevor sie die Insel erreichte.

Dies widerspricht dem etablierten Modell, das darauf hindeutet, dass sich einige Pflanzenarten in einer Region entwickeln und sich dann ausbreiten, anstatt sich nach ihrer Ankunft anzupassen. Wie Hauptautorin Jing-Yi Lu es ausdrückte, seien die Ergebnisse „aufregend“, weil sie „nicht den klassischen Vorstellungen davon folgen, wie wir uns die Entwicklung der Art vorgestellt hätten“.

Diese Durchbrüche in KI, Medizin und Botanik zeigen, wie schnell sich unser Verständnis vom Leben weiterentwickelt. Jede Entdeckung wirft neue Fragen auf und zwingt Wissenschaftler dazu, grundlegende Annahmen zu überdenken und Neuland zu erkunden.

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