OpenAI fragt jetzt nach Ihren Gesundheitsdaten, um ChatGPT zu betreiben

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OpenAI, der Erfinder von ChatGPT, führt eine neue Funktion ein, die es Benutzern ermöglicht, ihre persönlichen Gesundheitsinformationen direkt mit dem KI-Chatbot zu teilen. Das Ziel? Bereitstellung hyperpersonalisierter medizinischer Ratschläge, Essenspläne und Erkenntnisse aus Labortests.

Das Versprechen der personalisierten Gesundheitsversorgung

Laut OpenAI beziehen sich bereits über 230 Millionen wöchentliche ChatGPT-Anfragen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Das Unternehmen gibt an, dass die Eingabe detaillierter medizinischer Unterlagen in die KI eine weitaus effektivere Beratung ermöglichen wird. Dies umfasst alles von Ernährungsempfehlungen bis hin zur Interpretation von Blutwerten. OpenAI besteht darauf, dass dieses Tool die von menschlichen Ärzten geleistete Pflege ergänzen und nicht ersetzen soll.

Die Funktion wurde unter Mitwirkung von Medizinern entwickelt und soll ein gewisses Maß an Sicherheit und Genauigkeit gewährleisten. Das Ziel von OpenAI ist es, den Menschen eine bessere Kontrolle über ihre Gesundheit zu ermöglichen.

Warum das wichtig ist: Die KI-Revolution in der Medizin

Dieser Schritt ist Teil eines umfassenderen Trends: KI hält rasch Einzug in das Gesundheitswesen. Die potenziellen Vorteile liegen auf der Hand: KI kann riesige Datensätze analysieren, um Muster und Risiken zu erkennen, die menschliche Ärzte möglicherweise übersehen. Dies wirft jedoch auch kritische Fragen zum Datenschutz, zur algorithmischen Verzerrung und zur Zuverlässigkeit der KI-gestützten medizinischen Beratung auf.

Die Risiken sind real

Die Einführung erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von ChatGPT. Scientific American und andere Medien haben über Vorfälle berichtet, bei denen Benutzern Schaden zugefügt wurde, darunter mindestens zwei Selbstmorde im Zusammenhang mit Interaktionen mit dem Chatbot. OpenAI wurde wegen dieser Ereignisse einer rechtlichen Prüfung unterzogen, hat diese Probleme jedoch immer noch nicht direkt angesprochen.

Experten warnen davor, dass KI-generierte medizinische Ratschläge mit Skepsis betrachtet werden sollten. „Vielleicht machen Sie nicht genau das, was darin steht, sondern nutzen Sie es als Ausgangspunkt, um mehr zu lernen“, schlägt Peter D. Chang vor, Informatiker an der UC Irvine. Er warnt davor, dass das Modell immer noch zu „unsinnigen Ergebnissen“ führen könne.

Das Fazit

OpenAI geht davon aus, dass der Komfort einer KI-gestützten Gesundheitsberatung die Risiken überwiegen wird. Der Vorstoß des Unternehmens in diesen Bereich verdeutlicht den wachsenden Druck, KI in jeden Aspekt des Lebens zu integrieren, auch in sehr persönliche Bereiche wie das Gesundheitswesen. Benutzer sollten mit Vorsicht vorgehen und bedenken, dass KI noch kein Ersatz für einen qualifizierten Arzt ist.

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