Für eine Stadt, die im wahrsten Sinne des Wortes Dinosaur, Colorado, heißt, ist es über ein Jahrhundert her, seit unter ihren Straßen echte Fossilien aufgetaucht sind. Bautrupps unterbrachen die Arbeiten an einem neuen Parkplatz in der Nähe des Dinosaur National Monument, nachdem sie unerwartet auf ein Stück Sandstein gestoßen waren. Paläontologen identifizierten den Fund schnell als Sauropodenknochen, die höchstwahrscheinlich zu Diplodocus gehörten – einem riesigen, langhalsigen Dinosaurier aus der späten Jurazeit.
Eine jahrhundertelange Lücke bei lokalen Entdeckungen
Die Entdeckung durchbricht eine 101-jährige Durststrecke für die Stadt, die nicht immer Dinosaurier genannt wurde. Ursprünglich Baxter Springs genannt, wurde es während eines Ölbooms Mitte des 20. Jahrhunderts kurzzeitig zu Artesia, bevor es 1966 seinen heutigen Namen erhielt. Die Ironie des Namens wurde nun auf dramatische Weise bestätigt.
Warum das wichtig ist: Eine Fossilienfundstelle von Weltklasse
Die Region ist Teil des Dinosaur National Monument, das 1915 an der Grenze zwischen Colorado und Utah errichtet wurde, wo die Flüsse Green und Yampa zusammenfließen. Dieses Gebiet ist außergewöhnlich reich an Dinosaurierfossilien, da es vor über 150 Millionen Jahren ein großes Flussbett war. Dinosaurierreste trieben flussabwärts und wurden in Sandstein und Konglomeratgestein begraben, was zu einer der am besten erhaltenen und vielfältigsten Sammlungen antiker Megafauna auf dem Kontinent führte.
In der Steinbruch-Ausstellungshalle des Denkmals, die den Spitznamen „Knochenmauer“ trägt, sind bereits rund 1.500 Fossilien ausgestellt, die noch immer im Gestein der ursprünglichen Carnegie-Steinbruchausgrabungen (1909–1922) eingebettet sind. Später führten das Smithsonian Institute und die University of Utah in den 1920er Jahren Ausgrabungen durch.
Bergung und Darstellung der neuen Funde
Zwischen September und Oktober 2025 gruben Paläontologen, Parkmitarbeiter, das Utah Conservation Corps und Freiwillige etwa 3.000 Pfund Gesteine und Fossilien aus. Die Knochen befinden sich jetzt im Natural History State Park Museum in Vernal, Utah, wo sie gereinigt und für die öffentliche Ausstellung vorbereitet werden. Weitere Exemplare können bereits im Dinosaur National Monument selbst besichtigt werden.
Diese neueste Entdeckung unterstreicht das anhaltende Potenzial für neue paläontologische Funde selbst in gut erforschten Gebieten und erinnert uns daran, dass der Boden unter unseren Füßen Hinweise auf eine verlorene Welt birgt.





















