Berufsakademien bereit für eine schnelle Expansion: Überbrückung der Qualifikationslücke an US-amerikanischen High Schools

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Die amerikanische Arbeitswelt ist mit einem wachsenden Fachkräftemangel konfrontiert, und Arbeitgeber berichten, dass vielen Hochschulabsolventen die praktische Erfahrung fehlt, die sie für den Erfolg benötigen. Etwa die Hälfte der K-12-Schüler engagiert sich nicht sinnvoll in der Schule und nur 2 % schließen vor dem Abschluss praktische Berufserfahrungen ab. Diese Diskrepanz führt zu einem Anstieg der Nachfrage nach High-School-Berufsakademien – strukturierten, drei- bis vierjährigen Programmen, die Akademiker mit praktischer Berufserfahrung verbinden.

Jüngste Investitionen deuten darauf hin, dass sich die Zahl dieser Akademien in den nächsten fünf Jahren verdoppeln könnte und eine skalierbare Lösung zur Lösung dieses Problems bieten könnte. Das Modell hat sich bewährt: Akademien integrieren Praktika, Kundenprojekte und unternehmerische Möglichkeiten in Lehrpläne und bereiten Studenten nicht nur auf das College, sondern auch auf eine sofortige Anstellung vor.

Führende Modelle, die das Wachstum vorantreiben

Mehrere Organisationen treiben diese Expansion voran. NAF Academies, gegründet 1980, unterstützt derzeit über 634 Schulen in Bereichen wie Ingenieurwesen, Finanzen und IT und nutzt dabei häufig Lehrpläne von Project Lead The Way (PLTW). Um die Relevanz sicherzustellen, stützen sich diese Akademien auf Unternehmensbeiräte, die häufig bezahlte Sommerpraktika für Studenten sichern.

Eine kürzliche Investition von 5 Millionen US-Dollar von Britebound und eine Zusage von 15 Millionen US-Dollar von der Walton Family Foundation werden das Wachstum von NAF beschleunigen und sich auf tiefergehendes arbeitsbasiertes Lernen und die Entwicklung von Pädagogen konzentrieren.

Regionale Erfolgsgeschichten und kollaborative Ansätze

Die aus einer kalifornischen Initiative hervorgegangene Linked Learning Alliance hat in Distrikten wie Long Beach und San Diego Erfolge bei der Verbesserung der Abschlussquoten und der Karrierebereitschaft gezeigt. Schulen in North Kansas City, Missouri, integrieren arbeitsbasiertes Lernen durch die von Kauffman gesponserte Real World Learning-Initiative und bieten Schülern neben traditionellen Kursen auch praktische Erfahrung.

Das Modell von Linked Learning integriert Hochschulvorbereitende Akademiker mit beruflich-technischer Ausbildung, unterstützt durch personalisierte Beratung und Arbeitgeberpartnerschaften. Ein kalifornisches Pilotprogramm im Wert von 10 Millionen US-Dollar wird diesen Ansatz weiter verfeinern.

Ford NGL und lokale Anpassungen

Ford Next Generation Learning (Ford NGL) bietet ein typisches dreijähriges Modell, das mit der Berufserkundung vor der Spezialisierung beginnt. Schulen wie Belton High in Kansas City haben Fünfjahrespläne umgesetzt, um eine reibungslose Integration zu gewährleisten.

In Minnesota bietet Shakopee High sechs Akademien mit Career Expos an, während Burnsville High Branchenzertifizierungen und sogar die Möglichkeit bietet, bereits während der High School einen Associate-Abschluss zu erwerben.

Das Tacoma-Modell: Ein Ansatz auf Systemebene

Die Tacoma Public Schools im US-Bundesstaat Washington haben ihr Karriereakademie-Portfolio mithilfe des Advance CTE Career Clusters Framework aktualisiert und dabei den Schwerpunkt auf bereichsübergreifende Fähigkeiten wie kritisches Denken und Zusammenarbeit gelegt. Der Bezirk implementiert außerdem das MAP(s)-Rahmenwerk – Denkweisen, Vermögenswerte, Praktiken und Systeme –, um nachhaltiges Wachstum und langfristige Wirkung sicherzustellen.

Ihr Jobs 253-Programm verbindet Studenten mit bezahlten, betreuten Praktika und hilft ihnen dabei, ihre Zukunft zu gestalten, unabhängig davon, ob sie sich für ein College, eine Karriere oder Unternehmertum entscheiden.

Letztendlich verlagern diese Initiativen den Fokus von der bloßen „Führung von Schülern zu einem Job“ hin zum „Aufbau eines Ökosystems für lebenslange Erkundungen, Vorbereitungen und Möglichkeiten“, wie Adam Kulaas von den Tacoma Public Schools es ausdrückte. Dies stellt eine grundlegende Änderung in der Art und Weise dar, wie High Schools ihre Schüler auf die moderne Arbeitswelt vorbereiten.

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