Erosion der öffentlichen Gesundheit: Wie sich die US-amerikanische Impf- und Gesundheitspolitik ändert

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Unter der derzeitigen Regierung vollzieht sich in den USA ein dramatischer Wandel in der öffentlichen Gesundheitspolitik, der potenziell schwerwiegende Folgen für gefährdete Bevölkerungsgruppen haben könnte. Robert F. Kennedy Jr., Minister für Gesundheit und menschliche Dienste, leitet eine Reihe von Revisionen, die die empfohlenen Impfungen reduzieren, die Bundesaufsicht über Krankheitsausbrüche abschaffen und den Zugang zu geschlechtergerechter Pflege einschränken, alles unter dem Motto seiner Initiative „Make America Healthy Again“ (MAHA).

Diese Änderungen sind nicht nur verfahrenstechnischer Natur; Sie stellen eine grundlegende Neuausrichtung der bundesstaatlichen Gesundheitsprioritäten dar und weichen von jahrzehntelang etablierten Praktiken im Bereich der öffentlichen Gesundheit ab. Die Reduzierung der empfohlenen Impfungen – von 17 auf 11 Krankheiten – mag geringfügig erscheinen, signalisiert jedoch eine breitere Bereitschaft, vorbeugende Maßnahmen abzuschwächen. Dies ist besonders besorgniserregend, da Impfstoffe nicht nur Einzelpersonen, sondern die breite Bevölkerung schützen, auch solche mit geschwächtem Immunsystem.

Schwächung der Bundesaufsicht

Einer der alarmierendsten Aspekte der MAHA-Initiative ist der Abbau der Bundesaufsicht. Die Centers for Disease Control (CDC) und die Food and Drug Administration (FDA) werden weniger Befugnisse haben, auf Ausbrüche zu reagieren oder die Arzneimittelsicherheit zu gewährleisten. Dies überlässt es den Staaten, für sich selbst zu sorgen, wodurch ein fragmentiertes System entsteht, in dem die Gesundheitsstandards stark variieren. Dass die Regierung das CDC-Impfstoffgremium durch Impfskeptiker ersetzt, untergräbt das Vertrauen der Öffentlichkeit in wissenschaftlich fundierte Gesundheitsempfehlungen weiter.

Geschlechtergerechte Pflege unter Beschuss

Die Regierung zielt auch auf eine geschlechtergerechte Betreuung von Kindern ab und kürzt die Mittel für Krankenhäuser, die diese Dienste anbieten. Dies ist keine medizinische Entscheidung, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert; Es handelt sich um einen politisch motivierten Angriff auf die Gesundheitsversorgung von Transgendern. Der Behauptung, dass es „nicht genügend Beweise“ gebe, um eine geschlechtergerechte Pflege zu unterstützen, widerspricht der medizinische Konsens. Stattdessen scheint die Regierung darauf bedacht zu sein, schädliche Maßnahmen durchzusetzen, die die Selbstmordraten unter Transgender-Jugendlichen erhöhen.

Staatlicher Pushback und eine Patchwork-Nation

Die Reaktion auf diese Veränderungen verläuft bereits vorhersehbar parteipolitisch. Blaue Staaten wie New York klagen, um die bundesstaatlichen Kürzungen zu blockieren, während andere regionale Pakte schließen, um ihre eigenen Gesundheitsstandards aufrechtzuerhalten. Dies wird zu einem Flickenteppichland führen, in dem der Zugang zur Gesundheitsversorgung vollständig von Ihrem Wohnort abhängt.

Ein gefährlicher Weg

Die langfristigen Folgen dieser Politik sind verheerend. Der Verlust des Vertrauens in Impfstoffe wird zu vermeidbaren Ausbrüchen von Krankheiten wie Hepatitis B und Grippe führen. Der Abbau der Bundesaufsicht wird Gemeinden anfällig für Notfälle im Bereich der öffentlichen Gesundheit machen. Und die Angriffe auf eine geschlechtergerechte Pflege werden den schwächsten Mitgliedern der Gesellschaft schaden.

Bei den Maßnahmen der Regierung geht es nicht nur um die Gesundheitspolitik; Es geht darum, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Wissenschaft zu untergraben, politische Ziele zu stärken und gefährdete Bevölkerungsgruppen vermeidbarem Schaden auszusetzen. Dies ist eine gefährliche Entwicklung, die jahrzehntelange Fortschritte im Bereich der öffentlichen Gesundheit zunichtezumachen droht.

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