Vier neue Astronauten sind auf dem Weg zur Internationalen Raumstation (ISS), die um 5:15 Uhr an Bord einer SpaceX Falcon 9-Rakete von Cape Canaveral, Florida, gestartet wurde. EST am Freitag. Die Besatzung – bestehend aus den NASA-Astronauten Jessica Meir und Jack Hathaway, der Astronautin der Europäischen Weltraumorganisation Sophie Adenot und dem Roskosmos-Kosmonauten Andrey Fedyaev – wird voraussichtlich gegen 15:15 Uhr an der Station andocken. EST am Samstag, 14. Februar.
Missionsziele
Während ihrer Zeit an Bord der ISS wird Crew-12 eine Reihe wissenschaftlicher Experimente durchführen. Dazu gehört die Untersuchung der Auswirkungen der Mikrogravitation auf die menschliche Physiologie – insbesondere Veränderungen im Blutfluss und mögliche Gegenmaßnahmen wie Vitamin-B-Supplementierung zur Linderung von Sehstörungen bei Astronauten. Darüber hinaus wird die Besatzung an simulierten Mondlandeübungen teilnehmen und sich so auf zukünftige Missionen vorbereiten. NASA-Administrator Jared Isaacman erklärte, dass Crew-12 auch mit der Artemis-II-Crew kommunizieren werde, während sie den Mond umkreise.
Eine Verschiebung der Besatzungsrotationen
Dieser Start folgt auf einen atypischen Crewwechsel. Die vorherige Besatzung, Crew-11, wurde im Januar unerwartet von der ISS evakuiert – Wochen vor ihrer geplanten Rückkehr. Der Grund für diesen frühen Abflug bleibt teilweise ungeklärt. Als Ursache nennt die NASA ein medizinisches Problem bei einem der vier Astronauten.
Aufgrund der frühen Evakuierung war die ISS vorübergehend mit einer reduzierten Besatzung von drei Personen besetzt: NASA-Astronaut Chris Williams und zwei Roskosmos-Kosmonauten, Sergey Kud-Sverchkov (Stationskommandant) und Sergei Mikaev. Die NASA bestätigte, dass die Vorbereitung und das Training der Crew-12 als Reaktion auf den Vorfall der Crew-11 nicht geändert wurden.
Die Entscheidung, Crew-11 vorzeitig zu evakuieren, verdeutlicht die inhärenten Risiken eines Langzeit-Raumflugs und die Bedeutung von Protokollen zur schnellen Reaktion bei medizinischen Notfällen. Der Mangel an vollständiger Transparenz in Bezug auf das medizinische Problem wirft Fragen zu den Gesundheitsüberwachungsverfahren für Astronauten und dem Potenzial für nicht offengelegte Komplikationen in extremen Umgebungen auf.
Mit der Ankunft der Besatzung 12 ist die ISS wieder auf ihrem normalen Personalniveau, was den kontinuierlichen Betrieb wichtiger Forschungs- und Wartungsaufgaben gewährleistet. Die Mission stellt einen entscheidenden Schritt zur Aufrechterhaltung der menschlichen Präsenz in der erdnahen Umlaufbahn dar und bereitet gleichzeitig ehrgeizigere Unternehmungen wie die Monderkundung mit Artemis II vor.



















