Sommerzeit: Überraschend sicherer für Wildtiere

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Die halbjährliche Zeitumstellung, die als Sommerzeit (DST) bekannt ist, fühlt sich oft wie eine Störung menschlicher Routinen an, kostet uns eine Stunde Schlaf und beeinträchtigt gelegentlich unsere Gesundheit. Neue Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass die Sommerzeit tatsächlich die Zahl der durch Fahrzeugunfälle verursachten Todesfälle von Tieren reduzieren könnte – ein überraschender Vorteil, der in der Debatte oft übersehen wird.

Der tödliche Tribut von Tier-Fahrzeug-Kollisionen

Jedes Jahr treffen Autofahrer allein in den USA über eine Million Mal auf Tiere, wobei Hirsche, Elche und Elche die Hauptlast dieser Begegnungen tragen. Diese Kollisionen sind nicht nur für die Tierwelt tragisch; Sie führen auch zu Hunderten von Todesopfern und Schäden in Milliardenhöhe durch Sachschäden und medizinische Kosten. Die Gefahr erreicht ihren Höhepunkt unter bestimmten Bedingungen: Freitagabende (wenn Menschen reisen), Vollmonde (erhöhte Tieraktivität), Paarungszeit im Herbst und – was entscheidend ist – Dämmerung.

Warum die Sommerzeit Verkehrstote reduziert

Tiere werden direkt nach der Dämmerung am aktivsten und wagen sich auf die Futtersuche oder überqueren Straßen, was sie angreifbar macht. Das Zurückstellen der Uhren im Herbst verschiebt die Hauptverkehrszeiten am Abend näher an die Dunkelheit und erhöht das Kollisionsrisiko. Eine Studie aus dem Jahr 2021 mit über 35.000 Zusammenstößen zwischen Hirschen und Fahrzeugen in New York ergab, dass die Umstellung auf die Winterzeit die Unfallraten deutlich erhöhte, insbesondere an Werktagen.

Umgekehrt wurde in einer Studie der University of Washington aus dem Jahr 2022 berechnet, dass die dauerhafte Einführung der Sommerzeit jährlich etwa 33 Menschenleben retten, 36.000 Todesfälle von Hirschen verhindern und die damit verbundenen Kosten um 1 Milliarde US-Dollar senken könnte. Forscher fanden heraus, dass die Kollisionsrate von Hirschen unmittelbar nach Einbruch der Dunkelheit 14-mal höher ist als vor Sonnenuntergang. Dies bedeutet, dass die zunehmende Dunkelheit der Standardzeit zu einem Nettoanstieg der getöteten Hirsche führt.

Der Frühlingswechsel: Ein sichereres Szenario

Der Übergang zur Sommerzeit bringt zwar dunklere Morgenfahrten mit sich, erhöht aber nicht wesentlich die Zahl der Kollisionen mit Tieren. Im Frühling sind Hirsche weniger aktiv und die abendlichen Wanderungen finden häufiger vor Einbruch der Dunkelheit statt. Aus Sicht der Tierwelt bietet die permanente Sommerzeit einen klaren Vorteil. Dies geht über Hirsche hinaus; Waschbären, Stinktiere, Füchse und sogar Koalas in Australien könnten von einer geringeren Zahl an Verkehrstoten profitieren.

Sicher unterwegs sein

Während die Auswirkungen der Sommerzeit auf den Menschen weiterhin umstritten sind, gibt es Hinweise darauf, dass sie für Wildtiere sicherer ist. Autofahrer können Risiken minimieren, indem sie sich über die Stoßzeiten im Klaren sind und bedenken, dass Tiere häufig in Gruppen unterwegs sind. Es ist wichtig, in der Abenddämmerung wachsam zu bleiben, da es jederzeit zu Begegnungen kommen kann.

Letztendlich sollte die Debatte über die Sommerzeit auch das Potenzial berücksichtigen, Tierleben zu retten, ein Vorteil, der bisher weitgehend übersehen wurde.

Die Wissenschaft ist klar: Eine dauerhafte Sommerzeit könnte die Zahl der Verkehrstoten drastisch reduzieren, was sowohl für die menschliche Sicherheit als auch für den Schutz der Tierwelt von Vorteil wäre.

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