Blooms Taxonomie: Die Blaupause zur Strukturierung von Lernzielen

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Blooms Taxonomie ist nicht einfach aufgetaucht. Es hat jahrelange Arbeit gekostet, die gemeinsame Sprache zu schaffen, die wir immer noch verwenden, um darüber zu sprechen, was Schüler eigentlich lernen sollten. Benjamin Bloom, ein amerikanischer Bildungspsychologe, leitete ab 1949 eine Gruppe von Bewertungsexperten. Sie verbrachten sieben Jahre damit, ein Rahmenwerk zu entwickeln. Das Ergebnis war Taxonomy of Educational Objectives: The Classification of Educational Goals, Handbook 1: Cognitive Domain, veröffentlicht im Jahr 1956.

Dies war nicht nur eine Liste von Begriffen. Es gab Lehrern und Administratoren ein gemeinsames Vokabular zum Nachdenken über Lernziele. Zuvor war es schwierig, Bildungsziele mit Lehrplan und Beurteilung in Einklang zu bringen. Die Taxonomie von Bloom lieferte die Struktur. Es wurde zum Gerüst für Unterrichtsaktivitäten. Es erzwang eine klare Hierarchie in der Art und Weise, wie wir mit Wissen umgehen.

Die Auswirkungen auf die amerikanische Pädagogik waren enorm. Nur wenige Theoretiker haben so tiefe Spuren in der pädagogischen Praxis hinterlassen. Der ursprüngliche Rahmen wurde von späteren Theoretikern überarbeitet, der Kerneinfluss blieb jedoch bestehen. Es bestimmt immer noch, wie wir den Unterricht gestalten. Es prägt immer noch die Art und Weise, wie wir den Erfolg im Klassenzimmer messen.

Denken Sie an Ihre eigene Schulbildung. Haben Sie jemals einen Test gemacht, bei dem Sie aufgefordert wurden, etwas zu „analysieren“ und nicht nur Fakten zu „merken“? Diese Unterscheidung ergibt sich aus dieser Taxonomie. Es trennt einfache Erinnerung vom komplexen Denken. Es hilft Pädagogen, über das Lernen auf oberflächlicher Ebene hinauszugehen.

Der Rahmen fördert ein tieferes Engagement. Es drängt Lehrer dazu, Unterrichtsstunden zu schaffen, die ein Denken auf höherer Ebene erfordern. Die Schüler merken sich nicht nur Daten oder Formeln. Sie wenden Konzepte an. Sie bewerten Argumente. Sie kreieren neue Ideen.

Diese Struktur ist wichtig, weil sie die Absicht verdeutlicht. Wenn ein Lehrer einen Unterrichtsplan schreibt, weiß er genau, wo jede Aktivität in der Hierarchie eingeordnet ist. Es verhindert zufällige Anweisungen. Es schafft einen logischen Lernfortschritt.

Blooms Arbeit war grundlegend. Es wurde auf jeden Fall aktualisiert. Aber die ursprüngliche Einsicht bleibt wahr. Wir brauchen eine gemeinsame Sprache, um über Bildung zu diskutieren. Wir brauchen eine Möglichkeit, das, was wir lehren, mit dem in Einklang zu bringen, was wir testen. Das liefert die Taxonomie. Es bleibt ein wichtiges Werkzeug für jeden, der am Lernen beteiligt ist.

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